Eine Scheidung ist ein komplexer Prozess. Wir erklären den Ablauf von der Trennung bis zum rechtskräftigen Scheidungsurteil – und was Sie beachten müssen.
Eine Scheidung ist nicht nur emotional belastend, sondern auch rechtlich komplex. Dieser Ratgeber erklärt Ihnen den Ablauf einer Scheidung in Deutschland.
In Deutschland gilt das Zerrüttungsprinzip: Eine Ehe kann geschieden werden, wenn sie gescheitert ist. Das Gesetz geht davon aus, dass die Ehe gescheitert ist, wenn die Eheleute seit mindestens einem Jahr getrennt leben (Trennungsjahr).
Das Trennungsjahr beginnt mit der tatsächlichen Trennung – auch innerhalb der gemeinsamen Wohnung möglich (getrennte Haushaltsführung). Während des Trennungsjahres haben Sie Anspruch auf Trennungsunterhalt.
Nach Ablauf des Trennungsjahres kann einer der Ehepartner beim Familiengericht einen Scheidungsantrag stellen. Mindestens ein Ehepartner muss durch einen Rechtsanwalt vertreten sein (Anwaltszwang).
Im Scheidungsverfahren wird automatisch der Versorgungsausgleich durchgeführt: Die während der Ehe erworbenen Rentenanwartschaften werden zwischen den Ehepartnern aufgeteilt.
Beim Scheidungstermin vor dem Familiengericht werden beide Ehepartner angehört. Bei einer einvernehmlichen Scheidung dauert der Termin meist nur wenige Minuten.
Die Kosten richten sich nach dem Verfahrenswert, der sich aus dem gemeinsamen Nettoeinkommen und dem Vermögen berechnet. Bei einer einvernehmlichen Scheidung mit einem gemeinsamen Anwalt sind die Kosten am geringsten.
Lassen Sie sich frühzeitig anwaltlich beraten – wir helfen Ihnen, die Scheidung so reibungslos wie möglich zu gestalten.
Hinweis: Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und ersetzt keine individuelle Rechtsberatung. Für eine persönliche Einschätzung Ihres Falls kontaktieren Sie uns unter 0521 63327 oder nutzen Sie unser Kontaktformular.
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